Eine hohe sDA bringt produktive Helligkeit, doch ohne Kontrolle steigt ASE und damit die Gefahr direkter Sonneneinstrahlung. Die Kunst liegt in der Ausrichtung und passgenauen Verschattung, die Licht erhält, aber Spitzen bricht. Leicht reflektierende Decken erhöhen Tiefe, während matte Arbeitsflächen Spiegelungen mindern. Durch iterative Simulation der Fassaden und kleine Anpassungen von Überständen, Lamellenwinkeln und Fensterhöhen steigt der Anteil angenehm belichteter Zonen, ohne dass Räume in Sommerwochen überhitzen oder Rollos dauerhaft geschlossen bleiben.
Useful Daylight Illuminance bewertet Stunden, in denen Beleuchtungsstärken im angenehmen Korridor liegen. Ziel ist ein hoher Anteil nutzbarer Zeit, nicht maximale Luxspitzen. Fensterorientierung, Glaswahl und Lichtlenkung arbeiten zusammen, um nutzbares Licht tief einzutragen. Wo UDI zu niedrig ausfällt, helfen höhere Fensterstürze, hellere Decken oder Lichtborde. Wo UDI zu hoch wird, zähmen adaptive Lamellen die Spitzen. So entsteht ein ruhig pulsierendes Tageslichtprofil, das Aktivitäten unterstützt und Kunstlichtbedarf intelligent reduziert.
Der klassische Tageslichtfaktor ignoriert Wetter und Jahresgang. Klima-basierte Ansätze integrieren reale Himmelszustände, Sonnenstände und Wolkenstatistik. Dadurch wird klar, warum dieselbe Orientierung in Hamburg und Barcelona unterschiedlich performt. Mit Radiance-basierten Werkzeugen vergleichen Sie Varianten, bevor die Geometrie feststeht. Kleine Verschiebungen von Fensterachsen, Laibungstiefen oder Überstandslängen verändern die Lichtcharakteristik deutlich. Wer früh rechnet, baut später weniger um, spart Kosten und gewinnt Vertrauen in Entscheidungen, die langfristig Komfort und Energiebedarf günstig beeinflussen.
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